Stauden

Mit Stauden holen wir uns ein Stück besonderer Natur in unseren Garten. Natur nämlich, die uns Jahr für Jahr aufs neue auf ihre eigene Art Freude macht. Denn wir wissen im voraus, was uns wann blühen wird. So werden uns viele Stauden zu vertrauten Bekannten, denen wir gern ein wenig Pflege widmen.

Was sind Stauden?

Was ein Strauch ist, weiß jeder: eine verholzende Pflanze, die viele Jahre lebt. Auch über eine Sommerblume herrscht Einigkeit: Man sät oder pflanzt sie im Frühjahr, und sie lebt nur ein Jahr. Mit der Staude nimmt's der Volksmund nicht so genau: Er redet von Johannisbeer-Stauden (richtig-Sträucher) oder macht alle blühenden Pflanzen zu Blumen-Stauden. Richtig ist: Stauden sind mehrjährige Pflanzen, die den Winter zurückgezogen in unterirdischen Wurzelstöcken oder (Ausnahmen) mit immergrünen Polstern fest an den Boden geschmiegt überleben. Im Frühjahr schnell und kräftig austreibend, erreichen einzelne Arten Höhen bis 300 cm. Knospen-, Blüten- und Samenbildung erfolgt innerhalb eines Jahres. Die Lebensdauer der Stauden ist artbedingt unterschiedlich und auch von Boden, Klima und Pflege abhängig. Verschiedene Stauden bleiben nur einige Jahre hindurch am Leben, andere dagegen blühen lange üppig am gleichen Platz und sind einfach unverwüstlich. Auch die manchmal gehörte Meinung, Stauden bedürfen kaum einer Pflege, ist nicht richtig. Zum mindesten darf diese Ansicht nicht verallgemeinert werden. So brauchen Beetstauden, auch Prachtstauden genannt eine intensive Pflege, und auch Wildstauden dürfen nicht ganz sich selbst überlassen bleiben. Wer sie pflanzt, muß immer wieder einmal dezent und unmerklich eingreifen, damit das schöne Bild erhalten bleibt.


Quelle: "Stauden, geordnet nach ihren Lebensbereichen für ihre standortgerechte Verwendung" - Hergestellt für Mitglieder des Bundes deutscher Staudengärtner (BdS), © 1991 Verlag Dr. Rudolf Georgi, Aachen

Stand Aug.'96 - © 1996-1997 Mesenbrink / TDS - WebMaster